Ehrenamtliche des Vereins DJK Adler Union Frintrop fühlen sich von Stadt und Politik verschaukelt und im Stich gelassen

24.10.2014 - 10:50 von Stefan K.


Ehrenamtliche des Vereins DJK Adler Union Frintrop fühlen sich von Stadt und Politik verschaukelt und im Stich gelassen

 

Hintergrund ist, dass der Verein DJK Adler Union Essen-Frintrop seit 2008 auf die Umkleideproblematik und auf die Notwendigkeit des Baus eines zweiten Kunstrasenplatzes auf der Bezirkssportanlage Am Frintroper Wasserturm hinweist; aber man immer wieder hingehalten wird. So wurde bei der Sport- und Bäderausschusssitzung am 21.10.2014 die Etatisierung für den Neubau eines Umkleidegebäude Sportanlage Frintrop Wasserturm wiederum nicht beschlossen.

Schließlich handelt es sich bei der BSA Am Frintroper Wasserturm um die hochfrequentierteste Sportanlage in Essen, wobei der Verein DJK Adler Union Essen-Frintrop seinen 1100 Mitgliedern die Sportarten Tischtennis, Basketball, Tennis, Gymnastik und Fußball (nach der insb. auch von der Stadt geforderten und erwünschten Fusion zw. Adler und Union Frintrop mit 5 Herren,2 Alte-Herren, 1 Jedermann- , 3 Frauen-, über 30 Juniorenteams, davon 5 Mädchenmannschaften) anbietet.

Ca. neunzig Ehrenamtliche (Vorstand, Jugendtrainer, Betreuer) tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche mindestens dreimal in der Woche Sport treiben und sich so nicht nur gesund und fit halten, sondern auch in ihrem Sozialverhalten gestärkt und ausgebildet werden.

Nachdem seit 2008 zahlreiche Ortstermine und Schriftwechsel vollzogen worden sind, in denen sämtliche Vertreter von Verwaltung und Politik die Notwendigkeit eines Umkleideneubaus und des Baus eines zweiten Kunstrasenplatzes bestätigt haben und Verwaltung und Politik endlich im Jahr 2012 eine Vorlage erstellt haben, hat am 12.12.2012 der Rat der Stadt Essen dem Wirtschaftsplan der Sport-und Bäderbetriebe für das Jahr 2013  mit einer Ausgabesumme von  1.050.000 Euro für die Sanierung/ Erweiterung Umkleidegebäude Sportanlage Frintrop Wasserturm zugestimmt.

 

Wäre woanders wohl schon längst Baubeginn gewesen, streitet sich nunmehr seit Ratsbeschluss Verwaltung und Politik um die Gestaltung der Neubauplanung, so dass vor 2015 kein Baubeginn sein dürfte. So soll nun wohl ein wiederum kostenpflichtiger 3. Entwurf des Architekten eingeholt werden, nachdem das Rechnungsprüfungsamt Bedenken an der Kostensumme geäußert hat.

Durch diese Verzögerungstaktik gehen dem Verein Kinder und Jugendliche verloren, von denen einige die körperliche Fitness verlieren, was in heutigen Zeiten wichtiger denn je ist. Desweiteren ist ein Verein ein wichtiges Element zur Stärkung des Selbstbewusstseins, zum Erlernen sozialer Kompetenz und wichtig zur Integration von Kindern und Jugendlichen.

Wir alle wissen, dass es z. B. kaum Geld für Jugendhäuser oder ähnliche Einrichtungen gibt, so dass Stadt, Land und Staat so von uns Vereinen noch unterstützt werden. Das sollte sich das Rechnungsprüfungsamt auch mal vor Augen führen.

 

Ein weiterer Dorn im Auge ist dem Vorstand und den Ehrenamtlern des Vereines, dass Verwaltung und Politik als Voraussetzung für den Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes in der Vergangenheit immer eine Fusion der beiden Vereine Adler und Union Frintrop angeführt haben; mittlerweile hiervon aber kaum noch was wissen wollen.

Aufgrund der Vielzahl unserer Mannschaften muss die Hälfte unserer fast 40 Mannschaften regelmäßig ihren Trainingsbetrieb und Spielbetrieb auf dem maroden Aschenplatz vornehmen.

Diesen  Mannschaften wird leider nicht die Chance gegeben wie vielen andern Vereinen mit weniger Mannschaften aus einer "2:1-Lösung" zu profitieren, wobei die BSA Am Frintroper Wasserturm und der Verein DJK Adler Union Frintrop sonst bei allen Kriterien des im Juni 2013 vorgestellten Programm für Kunstrasenplätze 2015 ff weit vorne liegen dürfte.

So schrieb auch schon Herr Bomheuer selbst, Betriebsleiter der Sport- und Bäderbetriebe, im April 2012 u.a. an den Verein:

Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass dieser Katalog es ermöglichen wird, auch den zweiten Platz auf der BSA Am Wasserturm im Hinblick auf eine Ausstattung mit Kunstrasen in einer Prioritätenliste nachvollziehbar zu positionieren. Diesbezüglich muss ich sie aber noch um etwas Geduld bitten.

 

Ich möchte abschließend noch einmal ausdrücklich betonen, dass mir nicht nur – wie bereits erwähnt –die bauliche Situation auf der BSA Am Wasserturm bekannt ist, sondern auch die erfolgreiche Arbeit der dort beheimateten Vereine über Jahrzehnte. Dies spiegelt sich ja auch in der großen Zahl an Mannschaften wieder. Nicht zuletzt diese vorbildliche Vereinsarbeit stimmt mich zuversichtlich, dass die Modernisierung der Bezirkssportanlage Am Wasserturm bei den anstehenden politischen Beratungen eine klare Positionierung in der mittelfristigen Finanzplanung erfahren wird.

In der Hoffnung, Ihnen diesbezüglich schon bald konkreteres mitteilen zu können, verbleibe ich… „

Seit 2008 bzw. seit dem Schreiben von Herrn Bomheuer aus April 2012 warten wir nun geduldig, ohne bis heute eine Antwort i.S. Positionierung eines Kunstrasenplatzes auf einer Prioritätenliste erhalten zu haben.

 

Sollte die Umsetzung des Kabinenneubaus scheitern, bleibt im Sinne der Ehrenamtler und Kinder und Jugendlichen zu hoffen, dass nun endlich zumindest die kostengünstigere Variante des Baus eines Kunstrasenplatzes vorgezogen wird, damit nicht die Glaubwürdigkeit an Politik und Verwaltung verloren geht und die Kinder und Jugendlichen unter vernünftigen Rahmenbedingungen weiter in ihrer jugendlichen Lernphase durch momentan noch zur Verfügung stehende Ehrenamtler ausgebildet werden können.

 


 

Stefan Köther


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